Schnell & einfach: Mit Pinterest den Seitentraffic steigern

Schnell & einfach: Mit Pinterest den Seitentraffic steigern

Du bist blutige/r Anfänger*in, was das Bloggen angeht? Du möchtest gerne mehr Seitenbesucher*innen haben, weißt aber nicht, wie du das anstellen sollst? Deine Seite wird schon gut besucht, aber du möchtest gerne herausfinden, wieviel Potenzial da noch drinsteckt? Dann solltest du mit Pinterest den Seitentraffic steigern. Wie das geht, verrate ich dir in diesem Blogpost.

In diesem Artikel erfährst du

  • was Pinterest ist und wie es funktioniert
  • wie und warum du dir ein Pinterest Businesskonto zulegen solltest
  • wie man die Pinterest Analytics versteht und darauf reagiert

Was ist Pinterest?

Pinterest ist eine Plattform für Menschen, die sich gerne von den schönen Dingen des Lebens inspirieren lassen möchten. Du findest auf Pinterest jede Menge schöne Bilder, Kunst, Outfits, Mami-Content und Essen. Aber auch Einrichtung und Reisen sind sehr beliebt auf Pinterest. Wenn du ein visueller Mensch bist, der gerne Vision Boards erstellt, Motivationstafeln bastelt oder sich erstmal gerne über Bilder einen Eindruck über Themen verschafft, bist du bei Pinterest genau richtig.

Mit über 400 Millionen Nutzern gehört Pinterest zu den bedeutsamsten Plattformen weltweit. Davon leben allein 10 Millionen Menschen in Deutschland. Mehr Zahlen und Fakten rund um Pinterest gibt es auf dieser Seite.

Auf Pinterest kannst du nach Inhalten suchen und dir anschließend interessante Pins auf deinen Pinnwänden merken. Du kannst so viele Pinnwände erstellen, wie du möchtest – es gibt keine Begrenzungen auf Pinterest.

Ist Pinterest Social Media?

Nein, Pinterest ist kein soziales Netzwerk. Pinterest ist eine Suchmaschine – genau wie Google. Zwar haben Pinterest-Nutzer die Möglichkeit, sich gegenseitig zu folgen und Pins zu kommentieren, aber die Hauptfunktion von Pinterest ist die Suche nach Themen.

Genau wie bei Google gibst du auf Pinterest oben in der Suchleiste deine Keywords ein (z.B. „kalte Getränke für den Sommer“) und erhältst jede Menge Bilder dazu. Diese Bilder sind nichts anderes als Artikel von Blogs, Webseiten, Magazinen und Zeitungen. Mit einem Klick auf das Bild gelangst du direkt zum Artikel und kannst dich über dein Thema informieren.

Das unterscheidet Pinterest von Social Media (wie zum Beispiel Instagram oder Facebook): Die Menschen hinter den Artikeln stehen hier nicht im Vordergrund, es geht auch vorrangig nicht um das Vernetzen und Chatten, sondern einzig und allein um die Inhalte. Aus diesem Grund tummeln sich sehr viele Blogger*innen auf Pinterest und generieren auf diese Weise mehrere hundert oder tausend Seitenbesucher monatlich.

Ist Pinterest wirklich kostenlos?

Ja, die Anmeldung auf Pinterest kostet nichts. Auch die Nutzung, das Erstellen eines Kontos (oder Unternehmenskontos), das Umwandeln eines privaten Kontos in ein Businesskonto und das Pinnen von eigenen Beiträgen kostet nichts. Nachdem du ein Businesskonto eingerichtet hast, kannst du auch kostenlos wertvolle Statistiken einsehen.

Du hast aber die Möglichkeit, über dein Businesskonto kostenpflichtige Werbeanzeigen zu schalten, wenn du deine Beiträge über Pinterest bewerben möchtest. In den meisten Fällen ist das allerdings überhaupt nicht notwendig, da die organische Suche auf Pinterest sehr gut funktioniert.

Ohne Geld zu investieren kannst du also mit Pinterest den Seitentraffic steigern, was eine sehr gute und effektive Marketingstrategie ist.

Warum Pinterest für Unternehmen?

Als Blogger*in solltest du Pinterest definitiv auf dem Schirm haben, denn schaut man sich die Entwicklung von Pinterest an, so stellt man beeindruckt fest, dass die Nutzerzahlen in den letzten 12 Monaten um 116 Millionen gewachsen ist (Stand: 2020). Ein unglaubliches Potenzial für deinen Blog!

Dieses Potenzial haben auch viele Online-Frauenmagazine wie goFeminin und Brigitte, Nachhaltigkeitsseiten wie Utopia und sogar Supermarktketten wie Edeka erkannt. All diese Marken machen sich auf Pinterest einen Namen und erreichen somit monatlich eine enorm hohe Zahl an Seitenbesuchern.

Das funktioniert übrigens auf organischem Wege sehr gut – also ohne das Investieren von Geld für mehr Reichweite. Während man auf Instagram und Facebook um die Aufmerksamkeit der Follower kämpfen muss, ist es auf Pinterest nur eine Frage der Zeit, bis mehrere hundert Menschen auf ein Pin von dir stoßen, weil sie nach einem ähnlichen Thema gesucht haben.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Du erhältst mit wenig Aufwand eine Menge Traffic und kannst mit schönen Pins deine Leser*innen von deinem Blog überzeugen. Dafür gibt es auch bereits Software wie Tailwind, die dich dabei unterstützt, deine Pins vorauszuplanen und regelmäßig und zur besten Zeit zu veröffentlichen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Nutzer, die vielleicht nicht sofort auf deine Pins klicken, sich diese auf ihren Pinnwänden merken. So greifen sie möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf deinen Blogpost zurück. Darüber hinaus erhalten alle, die auf irgendeine Art mit dieser Person vernetzt sind, dein Pin auf ihrer Startseite vorgeschlagen. Deine Reichweite steigt also auch durch das Merken deiner Pins durch User.

Warum sind so viele Frauen auf Pinterest?

Diese Frage kann sich nur jemand stellen, wer sich im Vorfeld schon mit Pinterest beschäftigt hat. Denn laut den Pinterest-Statistiken nutzen 69% Frauen die Plattform für Inspiration. Lediglich 25% der Nutzer sind männlich (der Rest hat „keine Angabe“ angeklickt). Was bedeutet das für deinen Blog?

Es bedeutet, dass du ziemlich gute Karten auf Pinterest hast, wenn du dich auf deinem Blog mit einem visuellen Thema beschäftigst. Dazu gehören vor allem Themen rund um Beauty, Mode, Einrichtung und Essen & Trinken. All diese Themen haben gemeinsam, dass man sie mit den entsprechenden Bildern und Grafiken sehr emotional und ansprechend rüberbringen kann. Wetten, du hast schon einmal auf ein Rezept geklickt, nur weil das Bild so lecker aussah?

Für die Gestaltung deiner Pins solltest du dir deshalb definitiv Zeit nehmen, aber auch an dieser Stelle kannst du dir Unterstützung von kostenlosen Grafikprogrammen wie Canva holen. Mit ein wenig Erfahrung erstellst du deine wöchentlichen Pins auf dieser Plattform in Sekundenschnelle – das Ergebnis wird dich beeindrucken.

Pinterest Businesskonto erstellen

Wenn du bereits Pinterest privat nutzt, kannst du deinen Account einfach in ein kostenloses Unternehmenskonto umwandeln. Gehe dabei wie folgt vor:

  1. Logge dich wie gewohnt auf Pinterest ein
  2. Klicke oben rechts auf den Pfeil, der nach unten zeigt
  3. Gehe auf Weitere Optionen -> Einstellungen
  4. Gehe auf Kontoeinstellungen
  5. Klicke bei dem Punkt Kontoeinstellungen auf „in ein Unternehmenskonto umwandeln“

Du kannst dir auch einen neuen Account erstellen und diesen umwandeln, wenn du das Geschäftliche von dem Privaten trennen möchtest.

Pinterest Statistiken verstehen

Nachdem du dir ein Businesskonto eingerichtet hast, kannst du dir (nach ca. 1 Woche) deine Statistiken anschauen. Du wirst beeindruckt sein, wie schnell du „grüne Zahlen“ auf Pinterest generieren kannst. So kannst du mit Pinterest den Seitentraffic steigern und mehr Menschen auf deinen Blog bringen.

Followerzahl vs. monatliche Betrachter

Lasse dich dabei nicht von deiner Followerzahl entmutigen. Followerzahlen haben auf Pinterest eine untergeordnete Bedeutung. Natürlich ist es gut, viele Follower zu haben, da deine Follower ja deine neuen Pins immer zuerst angezeigt bekommen. Aber darauf kommt es nicht so sehr an. Vielmehr kommt es auf deine monatliche Betrachterzahl an, denn diese zeigt, wie viele Menschen sich tatsächlich für deine Pins interessieren. Dabei werden Impressionen und Interaktionen dazugezählt (also sehen, merken, klicken). Diese Zahl kann jede Woche anders aussehen. Je aktiver du bist, desto höher wird diese Zahl.

An dem unteren Beispiel siehst du den Minimalismus Blog mit „nur“ 403 Followern, aber satten 142.500 monatlichen Betrachtern.

Besucherstatistiken auf Pinterest

In deinen Pinterest Analytics findest du jede Menge nützlicher Informationen, die du für deinen Blog verwenden kannst. Setze dein erlangtes Wissen um und generiere auf diese Weise mehr Traffic und besseren Content für deine Zielgruppe.

Impressionen:

Die Impressionen sind meistens relativ hoch, da hier alle Nutzer dazugezählt werden, denen deine Pins angezeigt wurden. Es geht dabei nur darum, dass deine Pins in dem Feed einer bestimmten Person zu sehen waren. Diese Zahl ist nicht besonders aussagekräftig.

Gesamte Zielgruppe:

Diese Zahl ist eine Mischung aus allem – hier werden sowohl die angezeigten Pins (Impressionen) als auch die Interaktionen erfasst.

Interaktionen:

Viel wichtiger ist die Interaktionszahl, weil sie nur die Nutzer umfasst, die mit deinem Pin interagiert haben (merken, pinnen, klicken, kommentieren, teilen). Hier wird die Gesamtheit der Interaktionen erfasst – also wenn nur eine Person 20x mit deinem Pin interagiert hat, dann zählt das nicht einmal, sondern 20x.

Interagierende Zielgruppe:

Am aussagekräftigsten ist die Zahl der interagierenden Zielgruppe, weil sie dir zeigt, wie viele Menschen tatsächlich mit deinen Pins interagiert haben. Hier wird jeder Nutzer nur einmal mitgezählt (sog. „unique user“).

 

 

Audience Insights auf Pinterest

Wäre es nicht traumhaft, wenn man in die Köpfe der Leute gucken könnte, um auf diese Weise herauszufinden, was sie auf deinem Blog gerne lesen würden? Genau das ermöglichen dir die Audience Insights auf Pinterest!

Du erhältst unter anderem Informationen über das Geschlecht, den Zugriffsstandort, die Interessen und die benutzten Geräte deiner Zielgruppe.

Diese Informationen kannst du sofort verwerten und bei der Planung deiner Blogposts berücksichtigen. Ist deine Zielgruppe wie in meinem Beispiel zu 86,4% weiblich, dann weißt du zumindest, dass feminine Themen besser ankommen werden als maskuline. Natürlich kann hier kein Stereotyp rausgelesen werden, denn jeder Mensch ist unterschiedlich und es muss nicht alles rosa sein, was weiblich ist, und alles blau, was männlich ist. Es gibt bestimmt erfolgreiche Blogs, die sich an Frauen richten und auf Handwerk spezialisiert sind. Und schaut man sich die Welt der Modeblogger an, sind Klamotten längst kein Frauenthema mehr.

Aber das Geschlecht der Person kann dir zumindest einen Eindruck davon verschaffen, wer sich besonders für deinen Content interessiert. Dasselbe gilt für die Altersgruppe: Ist deine Zielgruppe jünger, sollten deine Texte auch verständlicher und vielleicht bunter sein. Hast du es mit einer eher älteren Zielgruppe zutun, sind informative und auf den Punkt gebrachte Blogposts möglicherweise die bessere Wahl.

Die Angabe über die Zugriffsgeräte ist deshalb so wertvoll, weil du deinen Blog je nach Gerät anders gestalten musst. Greifen (wie in dem Beispiel) 47,4% deiner Besucher*innen über ein Android Handy auf deinen Blog zu, sollte dein Blog definitiv responsiv gestaltet sein – viele Entwickler haben bei der Erstellung von WordPress Themes dies schon berücksichtigt. Aber auch Bilder, Videos und Widgets sollten so in deine Blogposts eingebaut werden, dass es Spaß macht, über das Handy darauf zuzugreifen.

Optimiere deinen Content für die Geräte, die deine Zielgruppe hauptsächlich nutzt. In meinem Fall wären das: iPhone + Android Smartphones und Desktop-Webseiten.

Fazit

Jetzt hast du einen Überblick über deine Möglichkeiten als Blogger*in, mit Pinterest mehr Traffic zu generieren. Je mehr du dich in dieses Thema einarbeitest, desto erfolgreicher wirst du Pinterest als Marketingplattform nutzen können. Du kannst sehr viel aus dieser Suchmaschine herausholen, denn sie ist nicht so überlaufen wie Google und bringt dir trotzdem sehr viel Reichweite.

Erstelle dir ein kostenloses Businesskonto und beginne noch heute mit deinem ersten Pin für deine Zielgruppe. In wenigen Tagen wirst du schon sehen können, wer deine Pins so verfolgt und diese Information bei deinen Blogposts einsetzen. Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

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